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Berichte 2007

17.11. Friedrichsfelder Blauröcke als Retter in närrischer Not

Am Samstag, 17. November, eröffneten die Schlabbdewel im Bernhardushof die Fasnachtskampagne 2007/08. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Elmar Petzinger stellte sich jedoch heraus, dass keiner der Verantwortlichen Elferäte an den Orden gedacht hat um ihn nun der Öffentlichkeit vorzustellen. Das brachte Sitzungspräsident Matthias Baier in Rage und er drohte seinem Elferat: "Wenn jetzt nicht gleich ein Orden da ist, dann raucht's aber!". Kaum war die brandgefährliche Drohung ausgesprochen rückten die Friedrichsfelder Feuerwehrmänner mit Blaulicht und Martinshorn an um die angekündigte Verrauchung schon im Keim zu verhindern.

Orden der Kampagne 2007/2008Einsatzleiter Jochen Petzinger lies den Bühnenbereich sofort absperren und sorgte so schnell für Ordnung im Saal. Auch der Elferrat musste sich von den Feuerwehrmännern kurzfristig auf die Bühne zurückdrängen lassen, "damit uns die seltsamen Leute da nicht noch närrisch werden". Nachdem das Publikum beruhigt wurde, teile Jochen Petzinger mit, dass man "ORDENlich viel Gefahrgut im Ort" gefunden habe und die Leitstelle mitgeteilt habe, hier im Bernhardushof wäre Fachpersonal, dass mit diesem Stoff umzugehen wüsste. Daraufhin ließ er einen seiner Feuerwehrmänner - Kommandant Markus Behlau, der in seiner vollen Chemikalienschutzausrüstung einem grünen Marsmännchen glich - samt einem Paket mit einer "teuflischen" Substanz in den Saal kommen. Aus dem Paket wurde dann der diesjährige Orden der Schlabbdewel ausgepackt.

Mit dem diesjährigen Motto "77 Jahre Stadtteil von Mannheim, doch die Feuerwache ist immer noch zu klein" wurde erneut ein politisches Thema in Friedrichsfeld verewigt. Bereits seit Jahren fordern die Wehrleute, und inzwischen auch Politiker aller Parteien, dass die örtliche Abteilung aus dem viel zu kleinen und maroden Gebäude in ein neues Gerätehaus umziehen muss.

Jochen Petzinger


06.11. Großübung im Industriegebiet

Für den Abend des 6. November waren die Friedrichsfelder Wehrleute zur Jahresabschlussübung ihrer Feudenheimer Kameraden eingeladen. Die Friedrichsfelder Feuerwehrmänner staunten nicht schlecht, als der Einsatzbefehl sie ins eigene Gewerbegebiet, zur Firma Mader Schlosserei und Stahlbau GmbH in den Langlachweg, führte.

Das Übungsszenario sah vor, dass es während einer Werksführung mit einer Schulklasse zu einer Verpuffung in der Produktionshalle kam. Dort wurden nun insgesamt 15 Personen vermisst. Gegen 19:45 Uhr rückten die Kräfte der FF Feudenheim, FF Friedrichsfeld und der BF Mannheim, unterstützt durch das technische Hilfswerk (THW), den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) zur Einsatzstelle aus. An der Einsatzstelle angekommen fanden sie eine vollständig eingenebelte Halle vor, aus der die - teilweise täuschend echt geschminkten - Verletzten zu retten waren.

Gleich zu Beginn musste jedoch erst das THW den versperrten Zugang frei räumen, der durch eine umgestürzte Stahlplatte versperrt war. Danach konnten die Kameraden der beiden Freiwilligen Abteilungen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und retteten die Kinder. Erschwert wurde die Übung dann aber durch die Übungsplaner: einer der Rettungstrupps in der Halle meldete auf einmal einen Unfall. Die Einsatzleiter hatten es so noch zusätzlich mit einem verletzten Feuerwehrmann zu tun, der ebenfalls gerettet werden musste. Schlussendlich konnten jedoch alle Verletzten gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Lediglich für zwei Übungspuppen kam jede Hilfe zu spät: die Reanimation zeigte keine Wirkung.

Im Anschluss an die Übung, und nachdem die Halle entraucht und die Einsatzstelle aufgeräumt war, konnten die Einsatzkräfte die Produktionshalle besichtigen und sich so umfassenden Überblick über das Übungsobjekt verschaffen. Nach einer Abschlussbesprechung konnten alle Beteiligten gegen 21:45 Uhr wieder nach Hause.

Jochen Petzinger


05.11. Manöver in der Mallau fordert Männern alles ab

SECKENHEIM: Übung der Freiwilligen Feuerwehr im Rangierbahnhof / Plan ermöglicht Orientierung

Sechs Kilometer lang und 1000 Meter breit: das ist der Rangierbahnhof in Mannheim, Deutschlands zweitgrößter nach Maschen bei Hamburg. Die Riesenanlage mit ihrer Vielzahl von Gleisen und Weichen sowie rollenden und stehenden Zügen gab den Schauplatz der Hauptübung der Seckenheimer Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim ab. Es war ein anspruchsvolles Manöver in der Mallau, "fast schon eine Nummer zu groß", wie Abteilungskommandant Jürgen Müller am Ende um 20.30 Uhr meinte.

"Am wichtigsten ist uns, dass die Einsatzkräfte nicht blindlings auf die Gleise laufen", betonte Gerhard Lott, Notfallmanager der Bahn-Netz-AG mit Büro in Ludwigshafen, als Übungsleiter Müller um 19.15 Uhr den Probealarm auslöste. Das Übungsszenario: Ein PKW kam wegen überhöhter Geschwindigkeit auf der B38A aus Feudenheim in Richtung Neckarau von der Fahrbahn ab und durchbrach das Geländer. Das Auto landete auf einem Güterzug mit Tankcontainer auf der Strecke zwischen Rheinau und Neckarau und blieb zwischen zwei Wagen liegen. Beim Aufprall wurde der Tankcontainer beschädigt, darin befindliches Ammoniak vergaste und trat aus. Der Zug stoppte nach rund 200 Metern.

Am Einsatzort stieg eine weiße Nebelwolke auf. Der Notfallmanager der Bahn übergab Einsatzleiter Enrico Stark (Abteilung Wallstadt) ein Fax, dass im Ernstfall direkt von der Notfallleitstelle der Bahn in Karlsruhe an den Einsatzleitwagen gesendet worden wäre. Jetzt konnte Stark sicher sein, dass über den zuständigen Fahrdienstleiter nicht nur die Gleise gesperrt worden, sondern auch die stromführende Oberleitung abgeschaltet und bahngeerdet war. "Ansonsten: Lebensgefahr", unterstrich Lott, und seine Kollege Hubert Nessel sowie Norbert Duttig vom Notdienst der im Bahnkonzern für den Güterverkehr zuständigen Firma Railion nicken heftig.

Während mit Wasserwerfern die Nebelwolke gebunden wurde, kümmerten sich zwei Kameraden um den verletzten Fahrer, dichteten vier weitere in Chemieschutzanzügen das Leck im Container auf dem ausrangierten Feuerwehrtransportwagen der Bahn ab. Die Blauröcke mussten improvisieren, weil die eigentlich für diesen Job vorgesehene Abteilung Nord wegen anderweitiger Aufgaben nicht anrücken konnte. "Das haben sie clever gemacht", lobte Lott den Abdichtungstrupp. Auch das Abwarten der Leitungserdung sei "gut gelaufen". Bei der späteren Manöverkritik sprach Lott auch Mängel an: "Dafür wird geübt", hob der Notfallmanager der Bahn hervor.

"Chemieunfälle sind immer heikel. Das Thema Sicherheit wird im Übungseifer gerne zu leicht genommen", weiß Müller. Alles in allem hätten die insgesamt rund 50 Männer zufrieden stellend gearbeitet. Die Jugendfeuerwehr habe mitgewirkt. Der Nachwuchs der Abteilung Seckenheim hatte auch Besuch: "Der harte Kern des Forums der Jugendfeuerwehren Baden-Württemberg schaut zu", berichtete Kreisjugendsprecher Dominik Gißler (Friesenheim/ Baden). Robert Tews von der Abteilung Friedrichsfeld, die neben Neckarauer Kameraden und dem Deutschen Roten Kreuz (Ortsverband Seckenheim) ebenfalls beteiligt war, informierte die Gruppe über den Übungsablauf.

Wie sich die Einsatzkräfte im Ernstfall in dem Gleisgewirr zurecht finden? Es gibt einen Plan mit nummerierten Zufahrtspunkten. Sechs Millionen Euro investierte die Bahn vor anderthalb Jahren in jene Feuerwehrstraße mit Löschwassersystem, das auch jenen schienengebundenen Transportwagen mit Löschwassercontainer ablöste.

Peter Jaschke

Mannheimer Morgen

10.10.Drei Feuerwehreinsätze am Bärlochweg

Die Friedrichsfelder Feuerwehrleute absolvierten am 10.10. auf der Rheinauer Feuerwache gerade ihre jährliche Belastungsübung als sie gegen 20:15 Uhr von der Leitstelle alarmiert wurden. Am Firmengelände der WABCO Radbremsen GmbH brannte ein Container mit geschätzten 10 Kubikmeter Grünabfällen.
Die Friedrichsfelder Kräfte trafen mit Ihrem neuen Löschfahrzeug - das schon für die Belastungsübung zuvor bei den Johannitern abgeholt wurde - zeitgleich mit einem zusätzlich alarmierten Tanklöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr am Einsatzort ein. Dort angekommen wurden sie durch den Sicherheitsbeauftragten der Firma in die Örtlichkeiten eingewiesen. Zudem konnte er auf die guten Ortskenntnisse der Friedrichsfelder Kameraden bauen. Da keine Schäden durch Löschwasser entstehen konnten, wurde der Container kurzer Hand geflutet und der Einsatz damit schnell beendet.
Fünf Tage später, diesmal gegen 23:45 Uhr wurden die Friedrichsfelder Wehrleute alamiert und erneut in den Bärlochweg geschickt. Von der Danziger Straße auf gegenüber liegenden Seite der Eisenbahnschienen aus wurde ein Feuerschein gemeldet. Mit ihrem alten LF 8 am Einsatzort angekommen fanden die Feuerwehrleute halbvolle Farben- und Lackdosen vor, die in Brand gesteckt waren. Mit der Kübelspritze wurden die brennenden Überreste der Dosen schnell gelöscht - um 0:30 Uhr konnten die ehrenamtlichen Brandschützer bereits wieder nach Hause. Die ebenfalls alarmierten Kräfte der Berufsfeuerwehr mussten nicht eingesetzt werden und konnten ebenfalls wieder zurück auf ihre Wache.
Und weitere drei Tage später wurde die Abteilung Friedrichsfeld ein letztes Mal in den Bärlochweg gerufen, wo an gleicher Stelle wie zuvor herumliegender Müll angezündet wurde. Auch hier konnte in kürzester Zeit das Feuer gelöscht werden.

Jochen Petzinger


09.09. Besucher hantieren mit dem Feuerlöscher

FRIEDRICHSFELD: Tag der offenen Tür bei Brandschützern Zum Tag der offenen Tür hatte die Freiwillige Feuerwehr, Abteilung Friedrichsfeld, eingeladen. Gab es noch am Vormittag dunkle Wolken, so zogen diese gegen Mittag weiter, ohne sich über das Fest in der Mühlhauser Straße zu ergießen. "Wir müssen wohl doch einen guten Draht nach oben haben", meinte denn auch Raffael Pehrs, stellvertretender Kommandant der Abteilung. Dem hatte Abteilungskommandant Markus Behlau nichts hinzuzufügen. Auch er freute sich zusammen mit seiner kompletten Mannschaft über den zahlreichen Besuch, trotz einiger anderer Veranstaltungen in der Umgebung.
Natürlich hatten die Floriansjünger für ausreichend Stärkung gesorgt. Neben dem schmackhaften Mittagsmenü "gemischter Braten mit Rotkohl und Spätzle" gab es noch eine ganze Reihe weiterer Speisen und natürlich auch Getränke. Am Nachmittag lockte das reichhaltige Kuchenbüffet. Da ließen sich die Gäste, unter ihnen auch die Stadträte Richard Karl, Wolfgang Raufelder und Roland Weiß sowie Vertreter befreundeter Vereine und Wehren, nicht zwei Mal bitten.
Auch das Rahmenprogramm war wieder einmal sehr vielfältig. Nicht fehlen durfte natürlich die Fahrzeugausstellung mit dem Prachtstück, der alten Spritze aus dem Gründungsjahr 1907. Auf einer Fotowand gab es jede Menge Infos rund um die Arbeit der Feuerwehr, denn dieses Jahr steht ganz im Zeichen der Mitgliederwerbung. Da gibt es auch schon erste Erfolge zu verzeichnen, sowohl bei der Jugend als auch bei den Aktiven, so Kommandant Behlau.
Wie wichtig die Arbeit der Feuerwehr ist wurde anhand eines Brandsimulators, den die Firma Sitec zur Verfügung gestellt hatte, demonstriert. So sollte man beispielsweise nie Wasser in heißes Öl gießen, sondern einfach den Topf abdecken und das Feuer so ersticken. Außerdem hatten die Besucher auch die Gelegenheit, einmal selbst die Handhabung eines Feuerlöschers auszuprobieren.
Selbstverständlich gab es auch wieder jede Menge Aktivitäten für die Kinder. Dafür hatte Jugendleiter Mathias Link mit seiner Truppe gesorgt. Neben Kinderschminken und dem beliebten Löschhaus gab es auch ein Rauchzelt. Ganz mutige hatten hier die Gelegenheit, nach einer Puppe zu suchen, was allerdings in dem total verrauchten Zelt sehr schwierig war. "Man muss einfach auf dem Boden kriechen, dann geht es schon", erklärte ein kleiner Fachmann. Alles in allem war es wieder einmal ein schönes Fest für die ganze Familie, welches aber dennoch auch die wichtige Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr demonstriert hatte.

Marion Schatz (Mannheimer Morgen)


29.07.Heißes Wochenende für die Feuerwehr

Zwei Brände hielten die ehrenamtlichen Kräfte der Friedrichsfelder Feuerwehr am Wochenende vom 27. auf den 29. August auf Trab.
Freitagnacht wurde die Abteilung kurz vor 24 Uhr alarmiert um einen brennenden Strohballen zwischen Friedhof und Siedlung zu löschen. Insgesamt 9 Blauröcke eilten zum Gerätehaus von denen drei mit dem Tanklöschfahrzeug ausrückten, während die anderen sechs im Gerätehaus in Bereitschaft blieben. Die Friedrichsfelder Blauröcke erreichten die Einsatzstelle noch vor den Kräften der Berufsfeuerwehr und löschten den Brand.

Deutlich heißer war der Brand, der die Friedrichsfelder Wehrleute in der Nacht von Samstag auf Sonntag beschäftigte: In der Christian-Friedrich-Schwan-Straße im Stadtteil Wohlgelegen brannte eine Lager- und Fabrikationshalle für Verpackungen komplett aus. Kurz nach 23 Uhr rückten die ersten 9 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsfeld als Unterstützung der Berufsfeuerwehr ab. Erschwert wurde der Einsatz dadurch, dass die Stahlträger der Halle durchbogen und akute Einsturzgefahr bestand. So konnten die einzelnen Brandherde nur von außen bekämpft werden.
Bis gegen 3 Uhr bekämpften rund 100 Mann der Mannheimer Feuerwehren die Flammen. Dann wurden die Friedrichsfelder Kameraden - sowie weitere Einsatzkräfte der ersten Welle - abgelöst. Gegen halb 7 am Sonntagmorgen alamierte man die Abteilung Friedrichsfeld erneut und diese rückte mit 9 weiteren - ausgeschlafenen - Kameraden ab, um an der Einsatzstelle die Freiwilligen Feuerwehrleute der Abteilung Nord auszulösen. Gegen 12 Uhr konnte die Friedrichsfelder nach Hause zurück fahren.
Die Berufsfeuerwehr war noch bis Sonntagabend an der Einsatzstelle um ein erneutes Ausbrechen des Brandes frühest möglich zu verhindern. Auch das THW wurde sonntags zur Unterstützung an die Einsatzstelle gerufen.

Jochen Petzinger


21.07. Feuerwehr unterstützt Rettungsdienst im Wald

Am Samstag trafen die Friedrichsfelder Wehrleute auf der Rückfahrt von einer Ausbildung auf der Feuerwache Süd in Rheinau auf den Rettungsdienst, der zu einer gestürzten Reiterin in den Wald musste. Da die Sanitäter keine Schlüssel für die Schranken im Wald besitzen, begleiteten die Kameraden der Freiwillige Feuerwehr den Rettungswagen bis zur Einsatzstelle im Wald und auch wieder aus dem Wald heraus. Auch die später eingetroffenen Fahrzeuge des Notarztes und der Polizei wurden zur Einsatzstelle geleitet. Alamiert wurden die Einsatzkräfte durch die Besitzerin eines Seckenheimer Reitstalls, der ein herrenlose Pferd zulief. Sie erkannte das Pferd und informierte den zuständigen Reitstall sowie Polizei und Rettungsdienst. Die 17ährige Reiterin aus Hochstätt konnte dann mit schweren Kopfverletzungen zwischen Holzweg und den Bahngleisen gefunden werden. Sie wurde ins Klinikum Mannheim eingeliefert.

Jochen Petzinger


01.07. Die Feuerwehr ludt zum Mitmachen ein

Schwache Resonanz fand der Aktionstag Feuerwehr der Friedrichsfelder Blauröcke - leider nachvollziehbar, da Petrus nur wenig Verständnis für die Notwendigkeit der Mitgliederwerbung hatte. Leichter Nieselregen am Vormittag machte die Mühen der Freiwilligen Feuerwehrleute zunichte - erst am Nachmittag besserte sich das Wetter und damit auch die Besucherzahlen.
Die Stationen zum Mitmachen waren über beide Schulhöfe verteilt aufgebaut. So konnte man selbst ein Auto zerschneiden, brennende Sessel mit Feuerlöscher löschen oder am eigenen Leib erfahren, wie schnell man in einem verrauchten Raum die Orientierung verliert. Auch die unterschiedlichen Schutzanzüge durften anprobiert werden. Daneben wurde in Vorführungen gezeigt, was man bei einem Fettbrand alles falsch machen kann oder wie gefährlich Spraydosen im Feuer werden können. Auch die verschiedenen Fahrzeuge durfte man selbst unter die Lupe nehmen oder an der historischen Handdruckspritze ausprobieren wieviel Kraft der Brandschutz in vergangenen Tagen gebraucht hat. Ob die Friedrichsfelder Kameraden damit ihr Hauptziel - mehr Mitglieder - erreichen werden, wird die Zukunft zeigen. Und wer es am Aktionstag nicht geschafft hat vorbei zu schauen: Die Abteilung freut sich über jeden Zuwachs: Zu den Übungszeiten ist jeder Interessierte herzlich eingeladen sich ein Bild vom ehrenamtlichen Feuerwehrdienst zu machen. Die Termine kann man im Schaukasten am Gerätehaus oder auf der Homepage www.FF-Friedrichsfeld.de nachlesen.

Jochen Petzinger


15.06. Unruhige Nacht für die Feuerwehr

Kurz und heftig brach am Donnerstag, den 15. Juni, ein Unwetter über die Region herein. Von Schrießheim, über Ladenburg und Ilvesheim kommend traf es in Mannheim vor allem die Rheinau und Seckenheim, Friedrichsfeld blieb weitgehend verschont.
Fünf Minuten nach 21 Uhr wurde die Friedrichsfelder Abteilung alarmiert um die Kameraden in Seckenheim zu unterstützen. Diese räumten bereits Straßen und Autos von Ästen bis hin zu ganzen Bäumen frei. Auch die Berufsfeuerwehr war, vor allem mit Drehleitern, vor Ort um lose Dachziegel und abgebrochene, aber noch in den Bäumen hängende Äste zu entfernen. 9 Friedrichsfelder Kameraden waren bis 23 Uhr wegen des Unwetters mit dem alten Löschfahrzeug und dem Tanklöschfahrzeug unterwegs und leisteten mit Kettensägen und Muskelkraft an insgesamt 5 Einsatzstellen technische Hilfe.
Weitere 6 Kameraden waren während dieser Zeit mit dem neuen Löschfahrzeug im Friedrichsfelder Gerätehaus in Bereitschaft um im Fall eines weiteren Unglücks einsatzbereit zu sein.

Jochen Petzinger


10.06. Viel zu tun für die Feuerwehr

Am Mittwoch, den 06.06. wurde die Abteilung Friedrichsfeld gegen 20:30 Uhr zu einem Einsatz in den Büchsenschall gerufen, ein Container würde brennen. Schnell wurde das alte Tanklöschfahrzeug besetzt und die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld kam daher sogar vor der Berufsfeuerwehr am Einsatzort an. Der brennende Container entpuppte sich als Toilettenhäuschen, in der Klopapier gekokelt hat. Die Löscharbeiten wurden bereits von einem engagierten Kleigärtner mit einem Eimer Wasser durchgeführt. Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Jugendfeuerwehr, die auf den Kapuzinerplanken in Mannheim eine groß angelegte Werbeaktion durchführte. Zusammen mit einer großen Kaufhauskette und dem "Feuerwehrmann Sam", den Kindern bekannt aus der gleichnamigen Fernsehserie, machte auf die Jugendfeuerwehr und auf die Brandschutzerziehung für Kinder aufmerksam. Sonntag vormittag wurde die Abteilung ermeut alamiert, in Straßenheim stand eine Scheune voll in Brand. Bereits auf der Anfahrt konnten allerdings die Wehrleute aus Friedrichsfeld sowie aus Rheinau alamierte Berufsfeuerwehrleute den Einsatz abbrechen und zurück nach Hause fahren. Auch bei diesem Einsatz wurden aus Zeitgründen wieder nur die altgedienten Einsatzfahrzeuge eingesetzt.

Jochen Petzinger


15.05. Brennendes Gartenhaus beschäftigt mehrere Feuerwehren

Zu einem Großeinsatz der besonderen Art kam es am Mittwoch, den 15. Mai. Um 19:31 Uhr wurde die Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsfeld wegen einer Rauchwolke alarmiert, die über Friedrichsfeld hinweg zog. Als Einsatzort konnte schließlich eine Gartenlaube hinter der Unterführung zwischen Straßburger Ring und Grenzhofer Weg in Richtung Friedhof ausgemacht werden.

Aufgrund der Lage des Brandes wurden im Rhein-Neckar-Kreis auch die Feuerwehrleute aus Edingen-Neckarhausen zum Einsatz gerufen. Am Einsatzort eingetroffen löschten sie dann, zusammen mit den Friedrichsfelder Einsatzkräften und der Berufsfeuerwehr Mannheim die Flammen schnell ab. Personen kamen dabei nicht zu Schaden, die Holzhütte brannte jedoch vollständig nieder.

Insgesamt waren durch die Rauchwolke ein Löschzug der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen, der Löschzug Süd der Berufsfeuerwehr Mannheim und 12 Friedrichsfelder Feuerwehrleute mit ihren altgedienten Einsatzfahrzeugen vor Ort. Das neue LF 8/6, das zur Zeit bei der Johanniter-Unfall-Hilfe steht und von dort erst geholt werden müsste, wurde nicht aktiviert um eine schnelle Einsatzbereitschaft der Friedrichsfelder Wehr sicherzustellen.

Jochen Petzinger


09.03. Neues Gerätehaus bis 2010?

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsfeld sucht Zukunftsperspektiven

Am 09.03. hatte die Abteilung Friedrichsfeld der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim zu ihrer jährlichen Jahreshauptversammlung eingeladen, zu der Fraktionschef Stefan Fulst-Blei und Bezirksbeirätin Irene Steinmann von der SPD, MdL Klaus-Dieter Reichert und Stadträtin Marianne Seitz von der CDU sowie der Oberbürgermeisterkandidat von Bündnis90/GRÜNE Wolfgang Raufelder erschienen. Seitens der Feuerwehr waren der Branddirektor Karl-Heinz Gremm als Vertretung der Amtsleitung, Karl F. Mayer und Peter Gegenwarth vom Stadtfeuerwehrverband sowie Stadtbrandmeister Bernd Zingraff und sein Stellvertreter Norbert Windecker anwesend.

Erfreut von der großen Anzahl an Gästen eröffnete Abteilungskommandant Markus Behlau die Sitzung im bis auf den letzten Platz besetzten Gerätehaus.

Danach übernahm Raffael Pehrs als stellvertretender Kommandant den Jahresbericht. Mit knapp über 9400 Stunden erreichte man 2006 nicht die Stundenzahl des Vorjahres. Allerdings war 2005 als Jubiläumsjahr darin auch kaum zu erreichen. Dafür wuchs die Abteilung: ein Wechsel von der Jugend und ein Neueintritt sorgten für eine Mannschaftsstärke von 25 Mann bzw. Frau. Die Jugend konnte ebenfalls einen Neueintritt verzeichnen. Ebenfalls erhöhte sich die Zahl der Einsätze: hatte man 2005 noch 18 Einsätze, rückten die Friedrichsfelder Floriansjünger 2006 22 mal aus. Hervorzuheben sind dabei der Hochhausbrand in Mannheim-Neckarstadt in der Neujahrsnacht, der Sturm im Mai der die Abteilung vom Nachmitag bis in die Nacht beschäftigte, der Brand einer Gartenhütte am Nordbahnhof und eine technische Hilfeleistung bei der Deutschen Bahn: aufgrund des heißen Sommers musste ein ganzer Güterzug mit Kalk befeuchtet werden, da der staubtrockene Kalk sonst fortgeweht wäre. Daneben unterstütze man das örtliche Vereinsleben beim Sommertags- und Martinszug sowie am Volkstrauertag. Nach längerer Pause nahm man auch wieder an der Fußball-Ortsmeisterschaft des FC Germania teil.

Direkt im Anschluss verlas Jugendwart Matthias Link seinen Bericht: er hob vor allem den Ausflug nach Stuttgart mit einem Besuch der dortigen Flughafenfeuerwehr hervor. Markus Behlau gab nun stellvertretend den Kassenbericht ab, der von den Kassenprüfern Jochen Petzinger und Robert Tews als fehlerfrei bestätigt wurde.

In den anschließenden Wahlen wurde Roland Manojlovic zum Kassenwart und Mitglied des Abteilungsausschusses, Jochen Petzinger und Robert Tews zu Kassenprüfern und Thorsten Gärtner in Abwesenheit zum Schriftführer gewählt. Befördert wurde Zugführer Michael Boecker zum Brandmeister. Interne Ehrungen erhielten Sven Elässer für die meisten geleisteten Stunden, Robert Tews für sein Engagement in der Jugendabteilung und Jochen Petzinger für seine Arbeit mit der Homepage.

Nun kam man endlich zum Tagesordnungspunkt „Neues Gerätehaus“, den die Politik eröffnete. Klaus-Dieter Reichert unterstrich nochmal die Tatsache, dass die Landeszuschüsse von 150.000€ zum Abruf bereit stehen und nur von der Stadt abzurufen sind. Stefan Fulst-Blei versprach dafür zu sorgen, dass die Stadt bis spätestens 2010 die Gelder im Haushalt bereitstellt. Wolfgang Raufelder ging noch einen Schritt weiter. Der jetzige Haushalt hat soviel Überschüsse, dass die Grünen einen Eintrag stellten, von diesen Geldern mit der Planung für das Gerätehaus zu beginnen. Den Gemeinderat hat dieser Antrag bereits passiert und liegt nun dem Hauptausschuss vor. „Nach soviel Diskussion muss endlich auch was zu sehen sein“ so Raufelder. Abschließend sagte auch Marianne Seitz die Unterstützung der Mannheimer CDU zu. Karl F. Mayer, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes wandte sich danach direkt an die Politiker: Nicht die Feuerwehr braucht das Gerätehaus – die Bürgerinnen und Bürger benötigen es, erst recht jetzt wo das neue Fahrzeug wieder in Käfertal steht und die Räumlichkeiten beginnen aus allen Nähten zu platzen. Auch die aktuelle Planung das neue LF bei den Johannitern – im Freien oder eventuell unter einem Zelt – abzustellen, kann bestenfalls eine Notlösung sein.

Nachdem unter Verschiedenes keine Wortmeldungen kamen beschloss Markus Behlau die Sitzung um halb neun.

Jochen Petzinger


07.02. Neuer Löschwagen sucht dauerhaftes Zuhause

FRIEDRICHSFELD: Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Wehr muss THW-Gelände verlassen / Bald Platz im Ort? / Verhandlungen laufen

"Die Friedrichsfelder brauchen keine Angst zu haben." Der Chef der Mannheimer Berufsfeuerwehr, Thomas Schmitt, ist zuversichtlich, dass die Ausquartierung des neuen Löschfahrzeugs der Freiwilligen Friedrichsfelder Wehr vom provisorischen Standort auf dem THW-Gelände in die Feuerwache-Nord nur wenige Wochen dauern wird. Sofern alles nach Wunsch verläuft, wird der Löschwagen sogar bald wieder einen geeigneten Stellplatz im Stadtteil finden.

Ein neues Gerätehaus wird es wegen der leeren städtischen Kassen zwar so schnell nicht geben, "aber wir verhandeln derzeit mit einem Grundstückseigentümer über ein geeignetes Gelände für unseren Wagen in Friedrichsfeld", antwortete der Feuerwehrchef auf Anfrage des "MM". Er hoffe, die Vertragsverhandlungen "zeitnah über die Bühne zu kriegen." Vorteil dieser, ebenfalls nur vorübergehenden Lösung: Der moderne Löschwagen wäre im Brandfall noch schneller im Ort als dies auf dem an der Autobahn Mannheim-Heidelberg gelegenen THW-Grundstück möglich war.

Dort war das Fahrzeug als Gast des Technischen Hilfswerks untergebracht worden, weil - wie berichtet - das alte und relativ kleine Feuerwehrhaus aus allen Nähten platzte und das Landesdenkmalamt eine mögliche Erweiterung des geschützten Gebäudes kategorisch abgelehnt hatte.

Das Bundesvermögensamt - ihm gehört das THW-Gelände - hat nun das den Brandschützern überlassene Areal weitervermietet, dem Vernehmen nach an eine Spedition. Daher war die "Versetzung" des Friedrichsfelder Löschwagens nach Käfertal unausweichlich geworden. Zumal dort ein Stellplatz zur Verfügung steht und eine technische Abteilung der Berufsfeuerwehr Wartungsarbeiten übernehmen kann.
"Das Fahrzeug hätten wir jetzt sowieso rund drei Wochen lang aus dem Verkehr gezogen, weil es kurz vor Ablauf der Gewährleistungsfrist beim Hersteller noch einmal auf Herz und Nieren überprüft werden muss", erklärte Thomas Schmitt. Zur Sicherheitslage im Stadtteil wies er darauf hin, dass es im Ort immer noch zwei einsatzbereite Löschfahrzeuge gebe.

Zudem rücke bei Einsätzen in Friedrichsfeld immer die Berufsfeuerwehr von der Feuerwache Süd als zusätzliche Unterstützung der örtlichen Kräfte aus. Schmitt: "Wir lassen die Bevölkerung ja nicht im Regen stehen." Dies gelte im Übrigen auch für die Politik, die schon seit Langem von der Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrhauses überzeugt sei. Es mangele halt nur am Geld. Diesem Mangel will der in Friedrichsfeld lebende Vorsitzende der Mannheimer SPD-Gemeinderatsfraktion, Dr. Stefan Fulst-Blei, im Doppelhaushalt 2008/2009 abhelfen: "Die Fraktion wird sich dafür einsetzen, dass das Gebäude im Etat berücksichtigt wird." Dass das Fahrzeug so bald wie möglich nach Friedrichsfeld zurückkehre, sei auch wichtig für das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger. Einen Schritt weiter geht Stadtrat Wolfgang Raufelder von den Grünen: Er tritt dafür ein, rasch außerplanmäßige Mittel für einen Neubau locker zu machen.

Ulrich Roth

Mannheimer Morgen

29.01. Das neue LF wird von Friedrichsfeld abgezogen

Immerhin anderthalb Jahre funktionierte die provisorische Unterbringung des neuen LF 8/6-8 in den ehemaligen Hallen des THWs an der Elsa-Brändström-Straße - jetzt werden die Hallen zum 01.02. an ein Logistikunternehmen vermietet. Ab Februar heißt das für unsere Wehr, dass wir wieder mit unseren altgedienten Fahrzeugen, dem 25 Jahre alten LF 8 und dem 21 Jahre alten TLF 8/18 in den Einsatz fahren. Das neue LF 8/6 wird, wie bereits vor der Zwischenlösung THW, wieder auf der Wache Nord in Mannheim-Käfertal untergebracht.

Der Bau eines neuen Gerätehauses ist in dieser Zeit von den zuständigen Ämtern kaum vorangebracht worden: immerhin ein Gelände im Friedrichsfelder Gewerbegebiet (Pfalzburger Straße / Edwin-Reiss-Straße) wurde reserviert. Weitergehende Planungen wurden bisher weder durchgeführt noch in Auftrag gegeben.
Neben dem Problem des zu langen Fahrzeuges, das der Stadt schon bei der Bestellung der Fahrzeuge bekannt war, bleiben daher auch die weiteren unzureichenden Zustände im Friedrichsfelder Gerätehaus bestehen: die Notunterkunft der Jugend im Baucontainer, die fehlenden (getrennten) sanitären Einrichtungen und Umkleidemöglichkeiten sowie die schon für unsere alten Fahrzeuge zu enge Fahrzeughalle.

Jochen Petzinger

12.01. Feuerwehreinsatz zur Neujahrsnacht

Von einer arbeitsreichen Nacht ausgehend hatte sich die Feuerwehr Friedrichsfeld bereits am Silvesterabend zusammengefunden. Nach zunächst ruhigen Stunden wurden die Floriansjünger gegen drei Uhr morgens zu Nachlöscharbeiten in die Rheingönnheimer Straße gerufen. Von einem Lebensmittelgeschäft ging ein Feuer aus. Die Mannheimer Berufsfeuerwehr hatte schon vor Eintreffen der Freiwilligen die Löscharbeiten weitestgehend unter Kontrolle gebracht. Sieben Friedrichsfelder Feuerwehrleute kamen in der Nacht zu ihrem ersten Einsatz im neuen Jahr.

Thorsten Gärtner